Bericht und Feststellung des praktizierenden Tierarztes Dr. Peter Kübber in Wien.

T i e r ä r z t l i c h e  P r a x i s  f ü r  P f e r d e

Dr. Peter Kübber
Ferrogasse 74-76/2
A-1180 Wien

Mobil +43 (0)664-1428012

Die Gesundheit der Hufe hat einen gewichtigen Einfluss auf  das Wohlbefinden und  das Leistungsvermögen dieses hochspezialisierten Lauftieres. 
Der „Hufzustand“, wird neben genetischen Faktoren, entscheidend von seinen Umweltbedingungen geprägt, die seit der Domestizierung der Mensch gestaltet.  Jede pathophysiologische Abweichung von der individuellen Idealbalance des Hufes führt meist mittel- oder langfristig zu einer Erkrankung des Bewegungsapparates.  Der orthopädische Hufbeschlag beeinflusst - als eine von vielen therapeutischen Maßnahmen -  gezielt die äußeren und inneren dynamischen Kraftwirkungen auf die komplexen funktionellen Strukturen des Hufes. Bei absoluter Indikation zeitlich begrenzt bis zur Genesung oder bei symptomatischer Indikation auch längerfristig.

Die Idee des Hufschmiedes Rudi Pellkofer, ein Beschlagsystem zu entwickeln, das der biomechanischen Natur des Pferdes besser entspricht  und diese nicht mehr auf der „Stahlfelge“ laufen müssen, war für mich so bestechend, das ich den Segment-Hufbeschlag auch bei meinen Pferdepatienten gezielt einsetzte. In meiner fast ausschließlich orthopädisch ausgerichteten Pferdepraxis kann ich über einen Beobachtungszeitraum von mehreren Jahren für die Indikationen:

  1. chronische Hufrehe mit wiederkehrenden Entzündungsschüben,
  2. chronische Entzündungs-/ Schmerzprozesse im hinteren Hufabschnitt (Hufrollenkomplex),
  3. Arthrose und
  4. „fühlige“ Pferde mit einer schwachen Hornkapsel ein vorläufiges Resümee ziehen:

Es konnte bei fast allen Pferden eine schnellere Zunahme der Bewegungsfreudigkeit beobachtet werden, die  Ausgangsbasis für das therapeutische Bewegungsprogramm ist.

Im Gegensatz zu vielen orthopädischen Beschlagsystemen, bei denen die stoßdämpfenden Elemente zwischen Hufeisen, Tragrand  und Hufunterseite liegen,  sind die stoßdämpfenden Elemente des Segment-Hufbeschlages  an der Position montiert, wo der Erstkontakt mit den Bodenkräften erfolgt, d.h. „auf der Stahlfelge, wie bei einem Auto-  oder Fahrradreifen“,  um den Vergleich mit der Reifenfelge nochmals zu strapazieren.  Die deutlich bessere Reduktion der Bodenreaktionskräfte dürfte diesen Komfortgewinn erklären und die Genesung begünstigen.  Allen Pferden gemeinsam waren auch die positiven Veränderungen an der Hornkapsel, die eine „beschlagsfreie“ Zeit im Winter ohne Umstellungsprobleme  zulassen. 

Dr. Peter Kübber

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